Für unsere Verkäufer_innen
Wie fange ich an?
Wenn Sie den strassenfeger verkaufen möchten, ist der erste Schritt, zu uns in die Prenzlauer Allee 87 zu kommen. Dort erhalten Sie zu den Öffnungszeiten des Kaffee Bankrott die Verkäufer_innen-Selbstverpflichtung ausgehändigt. Sie liegt in verschiedenen Sprachen vor, die Sie unter Selbstverpflichtung auch online einsehen können.
Der zweite Schritt ist die Ausstellung des Verkäufer_innenausweises. Die Öffnungszeiten für die Ausstellung hängt an der Tür der Redaktion, die sich gegenüber vom Kaffee Bankrott befindet. Bitte seien Sie so freundlich und halten Sie diese Zeiten unbedingt ein - anderenfalls werden Sie keinen Ausweis erhalten.
Auf dem Ausweis ist ein Photo und eine Nummer. Sie können sich so als Verkäufer_in des strassenfeger ausweisen und wenn es einmal Ärger gibt, haben wir eventuell die Möglichkeit Ihnen zu helfen bzw. die Situation zu klären.
Der dritte Schritt: Sie holen sich in einer der Vertriebsstellen Bahnhof Zoo, Ostbahnhof oder im Kaffee Bankrott so viele Zeitungen, wie Sie möchten, zu 60 Cent das Stück und verkaufen diese in Berlin und Brandenburg für 1,50 Euro. Bitte sehen Sie davon ab den strassenfeger in andere Teile Deutschlands zu verschleppen. Unsere Kolleg_innen der anderen deutschen Strassenzeitungen sehen das genauso ungern wie wir.
Wir haben allerdings - historisch gewachsen - einen weiteren Verkaufsort: Bremen. Die Bremer strassenfeger-Verkäufer_innen werden von Berlin aus beliefert.
Was muss ich beim Verkauf beachten?
Der Verkauf des strassenfeger bietet die Möglichkeit zur selbstbestimmten Arbeit. Sie können daher selbst entscheiden, wo und wann Sie die Strassenzeitung anbieten. Allerdings gibt es für den Verkauf einige Regeln. Hier sind die wichtigsten zusammengefasst, die vollständigen finden Sie in der Selbstverpflichtung, deren Kenntnis und Einhaltung Sie dem Verein bestätigen:
· Kein Verkauf in berauschtem Zustand
· Gewaltanwendung und Bedrohung anderer führen automatisch zum Ausschluss vom Verkäufer_innen-Status
Wie verkaufe ich den strassenfeger am besten?
Eine Strassenzeitung zu verkaufen ist nicht immer leicht. Man muss Menschen überzeugen, die vielleicht auf dem Weg nach Hause gerade ihre Ruhe wollen, sich zwei Stunden zuvor mit dem/der Partner_in gestritten haben, denen schon drei andere Verkäufer_innen begegnet sind und so weiter und so fort.
Unsere langjährigen Verkäufer_innen haben alle ihre eigenen Strategieen und sind damit erfolgreich. Gemeinsam ist ihnen aber meistens, dass sie den strassenfeger als Strassenzeitung und nicht als Obdachlosenzeitung anpreisen, dass sie die Nase zumindest in das Inhaltsverzeichnis gesteckt haben und daher die Zeitung besser anpreisen können. Auf den Bonus des "Opfers widriger Umstände" zu hoffen, ist in einer Stadt wie Berlin, in der viel Armut herrscht, nicht immer die beste Variante.
Mit Hochachtung vor Ihrer Leistung wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Verkauf!



