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Leserbriefe
Betreff: strassenfeger und Betteln
Liebe Leute vom strassenfeger, ich komme viel in der Welt rum. Gern kaufe ich die Straßenzeitungen, die in den verschiedensten Städten angeboten werden. Und ein Trinkgeld ist auch immer drin. Ich tue das deshalb, weil ich die Zeitung interessant finde, und weil ich die Sache, Hilfe zur Selbsthilfe, gut finde.
In Berlin fällt besonders auf, dass viele Zeitungsverkäufer gar nicht die Zeitung anbieten, sondern nach einer Geldspende fragen. Oder aber dass die Zeitung zwar angeboten wird, und im gleichen Satz aber nach Geld gefragt wird. Ich nenne das Betteln, und aggressive Bettelei stört mich massiv. Vor allen Dingen auch deshalb, weil es genug professionelle Bettler gibt. Ich habe das den Zeitungsverkäufern auch gesagt, aber das wird wohl nichts ändern. Für mich führt das zu der Konsequenz, dass ich den Zeitungsverkäufern, die mich auf diese Weise anbetteln, keine Zeitung mehr abkaufen werde. Ihr macht mit dieser Bettelei eure positives Image kaputt. Ich denke, das solltet Ihr wissen. Euer treuer Leser Michael Voß
Lieber Michael Voß, genau aus diesem Grund – dass Obdachlose und arme Menschen eben nicht betteln müssen – deshalb bieten wir mit dem strassenfeger Hilfe zur Selbsthilfe an. Leider helfen noch immer zu wenige Menschen, indem sie den strassenfeger kaufen (und auch lesen!). Aber, wenn es jemandem sehr schlecht geht, dann greift er schon mal zum Äußersten und bettelt. (Redax)
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