Am
heutigen Dienstag, den 03.04.2001 um 14. 00 Uhr wird der Staatssekretär
der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Frank Bielka, in Anwesenheit
des Bezirksbürgermeisters von Pankow, Alex Lubawinski, Burkhard Gentsch
von der Investitionsbank Berlin und dem Vereinsvorstand des
gemeinnützigen Vereins "mob-Obdachlose machen mobil" das Bauschild am
Wohngebäude Oderberger Str. 12, Prenzlauer Berg, anbringen.Der
Verein ist Erbbauberechtigter und Bauherr der umfangreichen
Modernisierungs- und Instandsetzungsarbeiten. Wegen zahlreicher
baulichen Mängel ist ein Großteil der Wohnungen derzeit nicht oder nur
eingeschränkt bewohnbar. Mit einem Gesamtaufwand von ca. 3,7 Mio.DM
werden nach Fertigstellung 20 zeitgemäß ausgestattete Wohnungen für
Altmieter und Vereinsmitglieder zur Verfügung stehen. Darüber hinaus
werden Räume für die Vereinsarbeit geschaffen.
Der "mob" wurde
1994 als Selbsthilfeeinrichtung von Obdachlosen gegründet. Er ist
Herausgeber der "Straßenzeitung" und betreibt in der Schliemannstraße
ein Cafe und eine Notübernachtungsstelle. Im Verlauf der Bauarbeiten
müssen die Vereinsmitglieder mindestens 650.000,00 DM in Form von
baulichen Eigenleistungen erbringen. Der Verein will bei der
Durchführung der Baumaßnahmen Arbeits- und Qualifizierungsmöglichkeiten
für Obdachlose und Nichtseßhafte schaffen.
Die Fördermittel
werden aus dem Modernisierungs- und Instandsetzungsprogramm
"Wohnungspolitische Selbsthilfeprojekte" des Landes zur Verfügung
gestellt. Seit 1982 wurden insgesamt 367 derartige Projekte gefördert,
111 davon seit 1991 in den östlichen Bezirken der Stadt. Nachdem der
Fördervertrag unterschrieben ist, das Förderdarlehen von der
Investitionsbank Berlin bewilligt wurde und die Landesbürgschaft für
einen Teilbetrag des Baudarlehens übernommen wurde, kann im April mit
den Baumaßnahmen begonnen werden.
Das Bauvorhaben liegt im
Sanierungsgebiet Prenzlauer Berg -Teutoburger Platz und setzt die Ziele
der "Sozialen Stadtentwicklung" beispielhaft um:
Soziales Engagement wird geweckt und unterstützt.
Die
Eigentümerin hat das Grundstück nach Rückübertragung für einen
gemeinnützigen Zweck zur Verfügung gestellt und mit dem Verein einen
Erbbaurechtsvertrag über 50 Jahre abgeschlossen.
Selbsthilfeinitiativen werden gestärkt.
Durch
die Förderung des Vorhabens werden die Möglichkeiten des Vereins zur
Arbeit mit und für Benachteiligte wesentlich verbessert.
Durch bauliche Erneuerung und Ausbau der sozialen Infrastruktur wird
die Attraktivität des innerstädtischen Wohngebietes um den Teutoburger
Platz Schritt um Schritt erhöht. Bis Ende 1999 wurden
insgesamt 1.857 Wohneinheiten instandgesetzt und modernisiert, 363
Neubauwohnungen wurden hergestellt. Gleichzeitig wurde die Qualität der
öffentlichen Erholungs- und Freiflächen, der Grünanlagen und
Spielplätze gesteigert. Die positiven Auswirkungen der Ergebnisse des
Stadterneuerungsprozesses werden von Bewohnern und Besuchern zunehmend
wahrgenommen. Das Wohngebiet um den Teutoburger Platz ist ein Berliner
Kiez in Aufbruchstimmung.
Quelle:
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin 03.04.2001