Am 10. Mai besuchte
Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse das „Bau- und Wohnprojekt
Oderberger Str. 12“ im Prenzlauer Berg. Der Besuch fand anlässlich des
50jährigen Bestehens des Bauordens (Worms) statt. Thierse informierte
sich über die Arbeit einer internationalen Bauorden-Helfergruppe aus 13
jungen Männern und Frauen, die das Selbsthilfe Bauprojekt unterstützen.
Thierse informiert sich
bei seinem Besuch über das nun vor dem Abschluß stehende „Wohnprojekt
Oderberger Str. 12“. Hier sanierte in den letzten zwei Jahren MOB e.V.
zusammen mit Obdachlosen in Selbsthilfe ein komplettes Wohnhaus. Der
Verein mob – obdachlose machen mobil e.V. ist ein Berliner
Selbsthilfeverein von und für obdachlose und arme Menschen. Er gibt die
Obdachlosenstrassenzeitung „Strassenfeger“ heraus, betreibt einen
Treffpunkt mit Notübernachtung und ein Trödel- und
Gebrauchtwarenprojekt.
In der Oderberger Str. 12 saniert der Verein in
Eigenleistung (15 Prozent) und mit Mitteln aus dem Programm
„Wohnungspolitische Selbsthilfe“ des Senats ein Vorder- und Hinterhaus
mit dem Ziel, 18 Wohnungen für obdachlose, arme und sozial schwache
Menschen zu errichten. Zwölf Wohnungen sind bereits bezogen, die
übrigen werden bis Ende Juni fertiggestellt sein.
Der Internationale Bauorden,
gegründet durch den holländischen Ordensmann Werenfried van Straaten,
organisiert seit 1953 internationale Jugendbegegnungen und
Friedensdienste in Europa. Ehrenamtliche Helfer/innen unterstützen
soziale und gemeinnützige Projekte in Europa durch Bau- und
Renovierungsarbeiten. Über 350.000 junge Menschen haben bisher beim
Bauorden mitgearbeitet. Über 1.800 junge Menschen arbeiten in diesem
Jahr für den Bauorden in 21 Ländern.
Weitere Informationen:
mob - obdachlose machen mobil e.V.
maf /
15.05.2003
www.paritaet-berlin.de/artikel/artikel.php?artikel=599