 Prof. Barbara John (Mitte), die Vorsitzende des DPW Berlin, in unserer neuen Küche
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Was ansonsten zu sagen ist:
Seit seiner Gründung im Jahr 1998 ist der Treffpunkt Kaffee Bankrott zu
einer festen Größe geworden in Berlin - Prenzlauer Berg. Zuerst in der
Schliemannstr. 18 in unmittelbarer Nähe vom Helmholtzplatz, seit dem
Jahr 2003 in den größeren Räumlichkeiten in der Prenzlauer Allee 87
gegenüber der S-Bahnstration Prenzlauer Allee am S-Bahn-Ring.
Der Treffpunkt Kaffee Bankrott ist offen für wohnungslose, arbeitslose
und arme Menschen und bietet einen Aufenthalt ohne Konsumzwang.
Mahlzeiten und Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten,
ausserdem gibt es einen kostenlosen Internetzugang, sowie einmal
wöchentlich eine kostenlose Sozialberatung, Rechtsberatung sowie
Schuldnerberatung. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Sonntag von 08:00
- 20:00 Uhr durchgehend.
Gearbeitet wird nach dem Prinzip der Berliner Tafel, d.h. mit
Lebensmittelspenden, die zum Teil selbst abgeholt werden sowie mit
notwendigen Dazukäufen. Bewirtschaftet wird das Kaffee in der Regel von
arbeitslosen und armen Menschen, zum Teil auch von ehemaligen
Wohnunglosen. Sie arbeiten als 1-Euro-Jobber, als ehrenamtliche
MitarbeiterInnen oder Menschen, die Arbeit statt Strafe abarbeiten
müssen. In zwei Schichten.
Die Frühschicht, die den Treffpunkt um 08:00 Uhr öffnet und die
Spätschicht, die um 14:00 Uhr übernimmt und bis 20:00 Uhr offen hat.
Von 08:00 Uhr an besteht die Möglichkeit, zu frühstücken, ab 12:00 Uhr
gibt es Mittagessen. Dabei wird versucht, möglichst mehrere
unterschiedliche Mahlzeiten anzubieten. An einigen Tagen gibt es ab
16:00 Uhr kostenfrei Gebäck und Kuchen.
Das Kaffee Bankrott ist ein Treffpunkt vieler Menschen. Natürlich ein
wichtiger Ort für wohnungslose Menschen, Gäste unserer Notübernachtung
und Verkaufende vom strassenfeger. Dann natürlich Arbeitsort und
Kantine für viele unserer Mitarbeiter aus den anderen Projekten am
Standort, Freiwillige, Ehrenamtliche, Studierende. Ausserdem
Anlaufstelle für Nachbarinnen und Nachbarn, die den Treffpunkt zu
schätzen wissen.
Der Neubau der Küche war notwendig geworden, weil die bestehende zu
klein war und auch nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprach. In
Abstimmung mit dem bezirklichen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt
und der Baubehörde haben wir eine Lösung entwickelt, die der
gestiegenen Besucherzahl Rechnung trägt.
Unterstützt wurde der Umbau durch eine ganze Reihe von SpenderInnen und Spendern, darunter foplgende Institutionen und Projekte:
Tagesspiegel
Veolia Stiftung
Klaus Maria Brandauer, Campino und Lukas Leuenberger vom Projekt Dreigroschenoper
Artemis
stefan, 25.05.2007