Es gibt noch freies RadioSchneller als es möglich schien, wurden die Beschlüsse des Medienrats der Medienanstalt Berlin-Brandenburg am vergangenen Pfingstwochenende in die Tat umgesetzt. Am 10. und 11. Mai hatte dieser in seiner Sitzung grünes Licht für ein neues und nichtkommerzielles Radio gegeben. Darin wurde der Konzeption für die Nutzung der UKW-Hörfunkfrequenzen 88.4 MHz und 90,7 MHz Rechnung getragen und die Hörfunkanbieter ALEX-Radio, BLN.FM, Die Radiopiloten, Klubradio unlimited, multikult.fm, Ohrfunk, Medienkonkret e.V. und TwenFM unter dem einheitlichen Label 88vier zusammengefasst. „Der Vielfaltsgedanke ist entscheidend für ALEX. Wir präsentieren ganz unterschiedliche Inhalte in unserem Radio- und Fernsehprogramm und fördern damit aktiv die Kreativität der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Als Partner der 88vier können wir diese Idee weiter fortführen.“, so Volker Bach, der Leiter von ALEX.
Alles eine Frage der Technik
Innerhalb des Labels 88vier kommt ALEX eieine besonders tragende Rolle zu. Der Sender ist an seinem Standort in der Voltastraße 5 in Berlin-Wedding nicht nur für die technische Abwicklung seines Programms, sondern auch dem aller anderen Partner verantwortlich. Hier laufen alle Drähte zusammen und am Ende steht die Zuführung des Signals an die Sendemasten auf dem Postgiroamt und am Schäfersee. Die Hauptfrequenz 88,4 MHz und die Ergänzungsfrequenz 90,7 MHz decken gemeinsam das Berliner Stadtgebiet und Teile Brandenburgs ab.
Ab Pfingsten im ÄtherNur zehn Tage nach dem Beschluß des Medienrates, am Freitag, dem 21. Mai, genau um 12 Uhr, ging ALEX-Radio mit einer sechsstündigen Sondersendung on Air. „Neu in Berlin! Neu im Radio! 88vier – kreatives Radio für Berlin“ verkündete die neue Station-Voice des einheitlichen Sounddesigns zum ersten Mal. Am Mikrophon führten durch die dann folgenden Stunden Marika Mäder und Jessica Neumayer vom uniradio sowie Guido Fahrendholz vom strassenfeger-radio, also meiner Einer. Nach Volker Bach erklärte Dr. Hans Hege, Direktor der Medienanstalt Berlin-Brandenburg, die an die Vergabe der Frequenzen gebundenen Ansprüche. Vertreter aus der Kultur- und Medienlandschaft gaben sich die Studioklinke in die Hand oder sorgten für glühende Telefondrähte. Den Anfang machten Andreas ‚Bär‘ Läsker, Manager der Fantastischen Vier, und Jannis Kaffka von Phrasenmäher, einer Band, die der Bär ebenfalls unter seine Fittiche genommen hat. Auch die alten Hasen des Berliner Radiogeschäfts ließen es sich nicht nehmen, Spuren zu hinterlassen. Lord Knud dichtete wie in alten ‚Schlager der Woche‘-Zeiten, Gregor Rottschalk schaltete sich via Skype ins Studio. Selbst der ‚alte Ami‘ Rik DeLisle schickte ein paar Grußworte an die Macher der neuen Frequenz. Suboptimal spielten live im Studio, Dietmar Wischmeyer kommentierte in gewohnter Manier den Trend zum Internet-radio, Max Herre sprach über seine Musik nach Freundeskreis und vieles mehr. Ausgewählte Inhalte werden in den kommenden Tagen aufbereitet und zum Nachhören unter
www.alex-berlin.de/mediathek zur Verfügung gestellt.
Jetzt geht’s loooos!Über das gesamte Pfingstwochenende stellten sich in weiteren Sondersendungen die Partner und verschiedene Produzenten von ALEX auf der neuen Frequenz und nicht zuletzt wir uns vor, bevor am Dienstag, dem 25. Mai 2010, der reguläre Sendebetrieb losging. Nähere Informationen zum Sendestart von 88vier und seinem Programm erhalten Sie unter
http://www.mabb.de und
http://www.radioszene.de/?p=13455.
Der Name bleibt ProgrammDas
strassenfeger-radio – die Zeitung aufs Ohr! ist von nun an an jedem Mittwoch in der Zeit von 17 bis 18 Uhr zu hören, wie gewohnt im Livestream auf www.alex-berlin.de, auf der Kabelfrequenz 92,6 MHz und von nun an ebenfalls auf der Frequenz von ‚88vier – krea-tives Radio für Berlin‘. Tipps zum Abgreifen des Streams, aktuelle Infos sowie Nachbetrachtungen zu Themen unserer Sendungen und natürlich die traditionellen Vorgucker auf die kommende Ausgabe des
strassenfeger finden Sie auch weiterhin in unserem Blog unter
www.myspace.com/strassenfegerradio.
Guido Fahrendholz