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Prenzelkomm – Hilfe auf dem Weg zurück ins Leben

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Prenzelkomm ist eine Berliner Einrichtung für psychisch kranke Erwachsene. Zur Zielgruppe zählen Menschen mit Krankheitsbildern wie Depressionen und bipolaren Störungen, Psychosen und Angstzuständen. Leute mit Doppeldiagnosen werden nur aufgenommen, wenn die psychische Krankheit, zum Beispiel Psychose und Suchterkrankung, im Vordergrund steht. Sollte die Sucht im Vordergrund stehen, dann wird der Klient weitervermittelt – in eine Einrichtung, die das behandelt.

Prenzelkomm gibt es seit 1991 und entstand in den chaotischen gesellschaftlichen Bedingungen der Nachwendezeit. Es ging darum, langjährig psychisch kranke Menschen aus der Psychiatrie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Die Zielsetzung war, ein funktionierendes Behandlungsprinzip für Menschen mit psychotischen Erkrankungen oder anderen psychischen Erkrankungen und sozialen Problemen zu helfen. Zur Zeit der Gründung gab es das noch nicht. Aktuell hat Prenzelkomm sechzig Mitarbeiter und rund 200 Klienten. Inzwischen ist Prenzelkomm zu einem sehr großen Träger gewachsen.

Einige Menschen kommen, weil sie irgendwo dabei sein wollen, ohne irgendwelche Anforderungen genügen zu müssen. Des Weiteren suchen manche Leute Rat und Unterstützung für die Lösung schwieriger und einfacher Probleme. Diese kommen meistens aus psychischen, sozialen, familiären und beruflichen Bereich. Insgesamt geht es um den Wunsch, eines Tages wieder gesund im gesellschaftlichen Umfeld leben zu können.

Es gibt auch Hilfe für psychisch kranke Eltern und ihre Kinder. Für sie besteht die Möglichkeit, dort Therapie zu machen. Deshalb gibt es auch ein Krisenhaus für Mütter und Kindern. Dieses Projekt heißt Dyade und ist eine Mutter-Kind-Kriseneinrichtung. Die Aufnahme ist – nach einem Vorgespräch – relativ schnell möglich. Es wird eine angstreduzierende und beruhigende Athmosphäre geboten.

Eine weitere Einrichtung ist das Betreute Einzelwohnen. Das bedeutet, dass der Klient seine eigene Wohnung bewohnt und betreut wird. Wenn es notwendig ist, dann kommen die Betreuer auch zu demjenigen nach Hause.

Ein Teil der potenziellen Klienten wird vom Sozialpsychiatrischen Dienst vermittelt. Aber auch die Sozialarbeiter aus dem zuständigen Krankenhaus, das Sankt-Joseph-Krankenhaus Berlin-Weißensee, vermitteln Klienten. Weiterhin werden die Leute auch von Psychiatern überwiesen. Alle anderen kommen durch Mund-zu-Mund-Propaganda – ein nicht zu unterschätzender Faktor. Eine andere Möglichkeit, zu Prenzelkomm zu kommen, besteht im Rahmen des so genannten trägerübergreifenden persönlichen Budgets. Das muss vom Klienten beantragt werden – und dann ist die Aufnahme relativ schnell möglich. Ansonsten ist Prenzelkomm verpflichtet, die Klienten aus dem Bezirk Pankow zuerst aufzunehmen.

Das Ziel der Behandlung ist nicht nur die Genesung der Klienten, sondern auch ihre Vermittlung in eine eigene Wohnung. Ein weiteres Ziel besteht darin, die Klienten wieder beruflich einzugliedern. Das kann zum Beispiel heißen, dass sie eine Ausbildung machen. Dazu erarbeitet Prenzelkomm einen individuellen Behandlungs- und Betreuungsplan, der eine nachhaltige und ganzheitliche Entwicklung zum Ziel hat. In den Krankenhäusern werden die psychischen Krankheitsbilder meistens mit Medikamenten behandelt – mit der Zielsetzung, dass die Patienten wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Es ist wichtig, dass es solche Einrichtungen gibt. Die Hauptsache ist, dass psychisch kranke Menschen wieder ins gesellschaftliche Leben eingegliedert werden – und das schafft Prenzelkomm sehr gut.
Martin Hagel

Kontakt:
prenzlkomm gGmbH
Schönhauser Allee 161 A
10435 Berlin
www.prenzlkomm.de

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