Mob e.V. – Obdachlose machen mobil

Neueröffnung Küche Kaffee Bankrott MAI 2007

Prof. Barbara John (Mitte), die Vorsitzende des DPW Berlin, in unserer neuen Küche
Was ansonsten zu sagen ist:

Seit seiner Gründung im Jahr 1998 ist der Treffpunkt Kaffee Bankrott zu einer festen Größe geworden in Berlin - Prenzlauer Berg. Zuerst in der Schliemannstr. 18 in unmittelbarer Nähe vom Helmholtzplatz, seit dem Jahr 2003 in den größeren Räumlichkeiten in der Prenzlauer Allee 87 gegenüber der S-Bahnstration Prenzlauer Allee am S-Bahn-Ring.

Der Treffpunkt Kaffee Bankrott ist offen für wohnungslose, arbeitslose und arme Menschen und bietet einen Aufenthalt ohne Konsumzwang. Mahlzeiten und Getränke werden zum Selbstkostenpreis angeboten, ausserdem gibt es einen kostenlosen Internetzugang, sowie einmal wöchentlich eine kostenlose Sozialberatung, Rechtsberatung sowie Schuldnerberatung. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Sonntag von 08:00 - 20:00 Uhr durchgehend.

Gearbeitet wird nach dem Prinzip der Berliner Tafel, d.h. mit Lebensmittelspenden, die zum Teil selbst abgeholt werden sowie mit notwendigen Dazukäufen. Bewirtschaftet wird das Kaffee in der Regel von arbeitslosen und armen Menschen, zum Teil auch von ehemaligen Wohnunglosen. Sie arbeiten als 1-Euro-Jobber, als ehrenamtliche MitarbeiterInnen oder Menschen, die Arbeit statt Strafe abarbeiten müssen. In zwei Schichten. Die Frühschicht, die den Treffpunkt um 08:00 Uhr öffnet und die Spätschicht, die um 14:00 Uhr übernimmt und bis 20:00 Uhr offen hat.

Von 08:00 Uhr an besteht die Möglichkeit, zu frühstücken, ab 12:00 Uhr gibt es Mittagessen. Dabei wird versucht, möglichst mehrere unterschiedliche Mahlzeiten anzubieten. An einigen Tagen gibt es ab 16:00 Uhr kostenfrei Gebäck und Kuchen.

Das Kaffee Bankrott ist ein Treffpunkt vieler Menschen. Natürlich ein
wichtiger Ort für wohnungslose Menschen, Gäste unserer Notübernachtung und Verkaufende vom strassenfeger. Dann natürlich Arbeitsort und Kantine für viele unserer Mitarbeiter aus den anderen Projekten am Standort, Freiwillige, Ehrenamtliche, Studierende. Ausserdem Anlaufstelle für Nachbarinnen und Nachbarn, die den Treffpunkt zu schätzen wissen.

Der Neubau der Küche war notwendig geworden, weil die bestehende zu klein war und auch nicht den gesetzlichen Vorschriften entsprach. In Abstimmung mit dem bezirklichen Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt und der Baubehörde haben wir eine Lösung entwickelt, die der gestiegenen Besucherzahl Rechnung trägt.

Unterstützt wurde der Umbau durch eine ganze Reihe von SpenderInnen und Spendern, darunter foplgende Institutionen und Projekte:
  • Tagesspiegel
  • Veolia Stiftung
  • Klaus Maria Brandauer, Campino und Lukas Leuenberger vom Projekt Dreigroschenoper
  • Artemis
  • stefan, 25.05.2007

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