„Im Winter
draußen schlafen zu müssen ist schlimmste Not. Der Schlaf unter freiem Himmel
birgt tödliche Gefahr. Es beginnt mit einem Lähmungszustand, erste Erfrierungen
treten auf. Unterkühlt der menschliche Körper weiterhin, folgt der Tod durch
Atemstillstand.“ Berliner Stadtmission
Am 1. November startete die
Berliner Kältehilfe wieder ihre Angebote für obdachlose Menschen (bis 31.03.2008).
Wie hoch die Zahl der Obdachlosen in Berlin ist, weiß niemand genau. Weder der Senat
noch die Bezirksämter veröffentlichen entsprechende Statistiken, die
Dunkelziffer liegt jedoch bei 10.000. Rund 400 Obdachlose suchen im Winter
Abend für Abend ein Dach über’m Kopf. Hilfe finden sie in den rund 70
Notübernachtungen, Nachtcafés, Wärmestuben und Suppenküchen.
Die Adressen und Telefonnummern der
Einrichtungen finden Sie auch unter www.kaeltehilfe-berlin.de
oder unter direkt beim Kältehilfe-Telefon, das jeweils von 19 bis 23 Uhr unter der Rufnummer 6808 1107
zu erreichen ist. Und auch der Kältehilfe-Bus (Telefon: 0178 / 523 58 38) ist
in diesem Winter wieder nachts
unterwegs, um Obdachlose einzusammeln und in Sicherheit zu bringen.
Ganz böse stößt uns in diesem
Zusammenhang auf, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg fünf niedrigschwellige
Einrichtungen – darunter das Nachtcafé der Ev. Tabor-Gemeinde – ab 1. Januar 2008
nicht mehr finanziell unterstützen will. Ein Armutszeugnis!
In der Ausgabe # 25/07 die Anfang Dezember
verkauft wurde, haben wir den „Wegweiser der Kältehilfe 2007/2008“ mit
freundlicher Unterstützung der Berliner Stadtreinigung abgedruckt. Sie
können den Wegweiser mit allen Adressen und Öffnungszeiten auch von
unserer Website www.strassenfeger.org/notübernachtung <http://www.strassenfeger.org/not%C3%BCbernachtung> herunterladen.
Andreas Düllick / 4.12.07