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mob e.V. - Obdachlose machen mobil

04.12.2007 - strassenfeger veröffentlicht den „Wegweiser der Kältehilfe 2007/2008

Im Winter draußen schlafen zu müssen ist schlimmste Not. Der Schlaf unter freiem Himmel birgt tödliche Gefahr. Es beginnt mit einem Lähmungszustand, erste Erfrierungen treten auf. Unterkühlt der menschliche Körper weiterhin, folgt der Tod durch Atemstillstand.“ Berliner Stadtmission

 

Am 1. November startete die Berliner Kältehilfe wieder ihre Angebote für obdachlose Menschen (bis 31.03.2008). Wie hoch die Zahl der Obdachlosen in Berlin ist, weiß niemand genau. Weder der Senat noch die Bezirksämter veröffentlichen entsprechende Statistiken, die Dunkelziffer liegt jedoch bei 10.000. Rund 400 Obdachlose suchen im Winter Abend für Abend ein Dach über’m Kopf. Hilfe finden sie in den rund 70 Notübernachtungen, Nachtcafés, Wärmestuben und Suppenküchen.

 

Die Adressen und Telefonnummern der Einrichtungen finden Sie auch unter www.kaeltehilfe-berlin.de oder unter direkt beim Kältehilfe-Telefon, das jeweils von 19 bis 23 Uhr unter der Rufnummer 6808 1107 zu erreichen ist. Und auch der Kältehilfe-Bus (Telefon: 0178 / 523 58 38) ist in diesem Winter wieder nachts unterwegs, um Obdachlose einzusammeln und in Sicherheit zu bringen.

 

Ganz böse stößt uns in diesem Zusammenhang auf, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg fünf niedrigschwellige Einrichtungen – darunter das Nachtcafé der Ev. Tabor-Gemeinde – ab 1. Januar 2008 nicht mehr finanziell unterstützen will. Ein Armutszeugnis!

 

In der Ausgabe # 25/07 die Anfang Dezember verkauft wurde, haben wir den „Wegweiser der Kältehilfe 2007/2008“ mit freundlicher Unterstützung der Berliner Stadtreinigung abgedruckt. Sie können den Wegweiser mit allen Adressen und Öffnungszeiten auch von unserer Website www.strassenfeger.org/notübernachtung <http://www.strassenfeger.org/not%C3%BCbernachtung> herunterladen.

 

Andreas Düllick / 4.12.07