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mob e.V. / strassenfeger sagen „Vielen Dank, Herr Ehlert!”
Unsere Stellungnahme zum Sozial-Verständnis des Chefs der Treberhilfe gGmbH
Der Verein mob – obdachlose machen mobil e.V. und die soziale Straßenzeitung strassenfeger distanzieren sich ganz entschieden von dem Geschäftsgebaren, dem Verhalten und den Erklärungen des Geschäftsführers der Treberhilfe gGmbH, Harald Ehlert. Wir empfinden es als absolut unangemessen und kontraproduktiv, wenn sich der Geschäftsführer eines sozialen Unternehmens – vielleicht sollte man eher sagen „Sozialkonzerns von staatlichen Gnaden” - von zwei Chauffeuren in einem sogenannten Dienst-Maserati durch die Gegend fahren lässt und behauptet, das wäre vollkommen angemessen.
Uns irritiert dabei nicht nur die Denkhaltung und die Moral von Herrn Ehlert, sondern auch, dass es anscheinend bislang überhaupt kein Controlling bei der Treberhilfe gGmbH gibt. Wie anders soll man sich erklären, dass ein solches Fahrzeug für sogenannte „Investorgespräche” von Herrn Ehlert überhaupt in Betracht gezogen und auch angeschafft werden konnte? Und dass jemand glaubt, er könne damit die Gesellschaft positiv provozieren! Herr Ehlert schwadroniert vollmundig darüber, dass dieses (und wahrscheinlich alle anderen Fahrzeuge des Treberhilfe-Fuhrparks!) von den Gewinnen der gGmbH angeschafft wurden. Dass dieser Gewinn erst durch die staatliche Alimentierung des Sozialkonzerns Treberhilfe ermöglicht wird, vergißt er dabei großzügig.
Bedauerlicherweise beschädigt das negative Bespiel des Herrn Ehlert das Vertrauen der Menschen, die durch ihre Spenden die Arbeit von gemeinnützigen Vereinen und Einrichtungen großzügig unterstützen, in ganz erheblichem Maße – im Übrigen auch die sehr gute Arbeit der Treberhilfe selbst in den vergangenen Jahren! Wie soll man jemandem, der selbst wenig hat, davon aber noch einen Euro für Obdachlose spendet, erklären, dass solche Dinge passieren?! Hat der feine Herr Ehlert auch mal daran gedacht, wie es dem Straßenzeitungsverkäufer geht, wenn die Menschen, denen er die motz oder den strassenfeger anbietet, sagen: „Ihr kriegt keinen Cent mehr von uns, wir zahlen doch nicht die Dienstwagen Eurer Chefs!”? Wir verstehen weiterhin nicht, warum die Treberhilfe für ihre Straßensozialarbeit Geländewagen bzw. SUV’s der Marke BMW benutzen muss. Was meint eigentlich der Gangway e.V. für Straßensozialarbeit in Berlin dazu? „Geht’s vielleicht nicht auch mit kleineren Autos, Herr Ehlert?” Die negativen Folgen dieses asozialen Verhaltens des Herrn Ehlert bekommen jetzt alle sozialen Vereine und Organisationen zu spüren. Wir sagen: „Vielen Dank, Herr Ehlert!”
Wir haben selbstverständlich nichts dagegen, dass die gute und wichtige Arbeit im Bereich Obdachlosigkeit und Armut anständig bezahlt wird. Leider ist das zumeist nicht der Fall, weil den gemeinnützigen Vereinen und Einrichtungen schlicht und ergreifend das Geld dazu fehlt. Wer allerdings den Großteil seines Budgets vom Staat, d.h. vom Steuerzahler, bekommt, der sollte schon sehr genau überlegen, wie und wofür man dieses Geld einsetzt. Luxuskarossen für die Geschäftsführung sind jedenfalls nicht der richtige Plan.
Der Verein mob e.V. und der strassenfeger erhalten keinerlei finanzielle Unterstützung durch den Staat bzw. den Senat von Berlin. Der Verein verfügt über keinen Dienstwagen. Die geschäftsführenden Vorsitzenden fahren Fahrrad oder benutzen öffentliche Verkehrsmittel. Und auch der Verkäuferkoordinator besucht die Straßenzeitungsverkäufer in ganz Berlin mit S- und U-Bahn, Straßenbahn und Bus. Sämtliche finanziellen Mittel werden selbst erwirtschaftet bzw. kommen von Spendern und fließen komplett in die Arbeit der sozialen Projekte. Darauf achten die Mitglieder des Vereins streng. Uns ist bewußt, dass wir unsere Arbeit nur dank der großzügigen Unterstützung aus der Bevölkerung leisten können und tun deshalb alles dafür, diesem Vertrauen auch gerecht zu werden.
Der Vorstand mob e.V.
Erklärung von „Unter Druck - Kultur von der Straße“ e.V.
Mit einiger Verwunderung haben wir den Pressewirbel um den Dienstwagen des Herrn Ehlert zur Kenntnis nehmen müssen. Wir können nicht begreifen, wie ein Verantwortlicher im sozialen Bereich so verantwortungslos mit Steuergeldern umgehen kann. Mit diesem verantwortungslosen Verhalten hat Herr Ehlert das Ansehen aller Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Berlin beschädigt. Auch Streetwork mit einem BMW im oberen Preissegment ist für uns nicht akzeptabel. Wir begrüßen, dass dieses Verhalten dank dem Eingreifen des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zu personellen Konsequenzen geführt hat. Attitüde von Unternehmertum hat im sozialen Bereich nichts zu suchen. Die Einrichtungen werden nicht für Hobbys von Geschäftsführern, sondern für die Unterstützung bedürftiger Menschen finanziert. Bei „Unter Druck - Kultur von der Straße“ e.V. steht - wie bei vielen anderen kleinen Trägern der Wohnungslosenhilfe - der bedürftige Mensch im Mittelpunkt der Arbeit.
Jan Markowsky
Vorstand
Strassenfeger im DeutschlandRadio Kultur
Jürgen König vom DeutschlandRadio hat unseren Chefredakteur und Vorstand Andreas Düllick am 15.1.2010 ausführlich zur Situation der Strassenfeger-Verkäufer_innen und zu den Inhalten unserer Zeitung interviewt. Hören Sie doch mal hier rein.
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Der Kältehilferatgeber für den Winter 2009/2010 ist da. Sie finden ihn als Download unten auf dieser Seite. Einfach runterladen, doppelklicken und es öffnet sich der Ordner, in dem die einzelnen Einträge als Worddateien zu finden sind.
Ab sofort weitere Notübernachtungsplätze
in Berlin-Moabit
Ort: Wohnungslosentagesstätte Warmer Otto, Wittstocker Str. 7, Ecke Rostocker Straße, 10553 Berlin Tiergarten (Beusselkietz)
Zeit: Dienstag, 19. Januar 2009 von 21.00 - 8.00 Uhr
Tel.: 030 - 396 60 67 (ab 19.30Uhr)
Verkehrsanbindung: S-Bahn Beuselstrasse und Bus TXL und 5 Minuten zu Fuß, Bus 106 und Bus 123 bis Wittstocker Strasse
Weitere Infos:Thomas Winistädt, Bereichsleiter Mitte, Tel: 0179- 91 30 190
und
Ortrud Wohlwend,
Öffentlichkeitsreferentin
der Berliner Stadtmission Lehrter Str. 68, 10557 Berlin Tel.: 030-690 33 413 Fax: 030-694 77 85E-mail: wohlwend@berliner-stadtmission.deNeue Notübernachtungsplätze in Berlin – Neukölln
Seit dem Wintereinbruch verzeichnen Notunterkünfte für Obdachlose eine starke Nachfrage. Im Vergleich zum Dezember 2008 gab es im Dezember 2009 einen Zuwachs von 1.347 Übernachtungen. Das Kältehilfeangebot für obdachlose Menschen in Berlin ist seit Weihnachten an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit angelangt. Mit insgesamt 10.934 Übernachtungen und einer Gesamtauslastung von durchschnittlich 108,9 % war dasnominelle Platzangebot aktuell mehr als ausgeschöpft. In der jüngsten Vergangenheit waren in Berlin 3 tote Menschen als Kälteopfer zu beklagen. Es ist noch mehr zu tun!
Die GEBEWO – Soziale Dienste – hat sich daher heute kurzfristig entschieden,
ab sofort:
weitere 10 Plätze in ihrer Notübernachtung in der Teupe Teupitzer Str. 39 in Berlin- Neukölln zur Verfügung zu stellen.
Obdachlose Personen können ab 18.00 Einlass bekommen
und
erhalten neben einem Bett auch warme Getränke und eine Notverpflegung.
Für weitere Fragen:
GEBEWO – Soziale Dienste--------------------------Die Teupe/ GEBEWO
Robert Veltmann & Johannfried Seitz------------- Reimann Marcel Deck
Fon 030/70784490------------------------------------- Fon 030/68893121
Fax 030/70784492--------------------------------------Fax 030/68893122
Geschaeftsstelle[at]gebewo.de------------------ DieTeupe-Leitung[at]gebewo.de
http://www.gebewo.de/--------------------------- http://www.kaeltehilfe-berlin.de
Lesen Sie zum Thema Wohnungslosenhilfe auch den Artikel unseres Autors Jan Markowsky: Sozialarbeiter müssen politisch agieren Bundestagung der BAG Wohnungslosenhilfe 2009
An dieser Stelle auch herzlichen Dank an all die Spenderinnen und Spender, die warme Kleidung gespendet haben. Und hier gehts zur Photostrecke.
Herzlichen Glückwunsch!
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Bielefeld, 18. 02. 2010. Bereits am 27. Januar war ein 55-jähriger wohnungsloser Mann in seinem Schlafsack im Stadtwald von Iserlohn (NRW) erfroren. Der Fall wurde erst am 15. Februar öffentlich.
Nach aktueller Kenntnis der BAG Wohnungslosenhilfe e.V. sind nunmehr mindestens siebzehn wohnungslose Männer erfroren. Seit dem Winter 1996 / 97 hat es nicht mehr so viele erfrorene Wohnungslose in Deutschland gegeben: Damals waren es mindestens 25 Tote.
Die BAG Wohnungslosenhilfe e.V. wiederholt ihren Appell: Kommunen und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe müssen in dieser Situation verstärkt prüfen, ob die getroffenen Vorkehrungen ausreichend sind. Dies betrifft nicht nur Anzahl und Qualität der Notübernachtungsplätze. Benötigt werden u. a. großzügig geöffnete Tagesaufenthalte, Streetwork und alle weiteren Formen aufsuchender Hilfeangebote. Bürger müssen aufmerksamer denn je sein, damit niemand durch das Hilfenetz fallen kann.
In den letzten Jahren hatte es – in Relation zur geschätzten Gesamtzahl der Wohnungslosen – überproportional viele Kälteopfer in Klein- und Mittelstädten gegeben. In diesem Winter sind aber inzwischen auch zehn Männer in den Großstädten Berlin, Mannheim, Ulm, Wuppertal, Hamburg, Münster und Hannover erfroren.
Unsere wichtigsten Forderungen, formuliert in der Ausgangspressemitteilung vom 21.12. 09, sind in dieser Aktualisierung nochmals kurz zusammengefasst:
Die BAG Wohnungslosenhilfe e.V. bekräftigt ihre Appelle und Forderungen an die Kommunen:
• Keine menschenunwürdige Asyle, sondern Ermöglichung eines Mindestmaßes an Privatsphäre
• Dezentrale Unterbringungsmöglichkeiten für kleinere Gruppen von Wohnungslosen (auch mit Hunden)
• Schutz und Sicherheit vor Diebstahl und Gewalt
• Großzügige Öffnungszeiten der Unterkünfte (auch tagsüber und nachts)
• Keine Befristung des Aufenthaltes auf wenige Tage pro Monat
• Telefonische Notrufe bei denen gefährdete Menschen gemeldet werden können
• Öffnung von U-Bahnstationen, Bahnhöfen und anderen geeigneten öffentlichen Gebäuden
• Ausreichend viele (niedrigschwellige) Tagesaufenthalte
• Streetwork und andere Formen aufsuchender Arbeit aus- oder aufbauen
aus: Erfrorene Wohnungslose Stand 18.02.10.pdf (s.u.)
Benefizauktion erfolgreich abgeschlossen!
Das Bild wurde an einen jungen Mann, der aber gern ungenannt bleiben möchte, für 100 Euro übergeben.
Herzlichen Grlückwunsch vom strassenfeger/mob e.V.Team
Nach einem Besuch unseres Vereins, in der Prenzlauer Allee 87 in D-10405 Berlin, entschlossen sich der Maler Brain Witzmann und sein Freund und Galerist Titus Janny spontan dazu, uns aktiv in unserer Arbeit zu unterstützen. Sie spendeten dem Verein dieses Gemälde, mit dem Ziel dies meistbietend zu versteigern.
Der Erlös aus dieser Versteigerung geht zu 100% an die Notübernachtung von mob e.V. für obdachlose Menschen.
Bei dem Gemälde handelte es sich um ein Porträt des Derivatenhändler und verurteilten Finanzbetrüger Nick Leeson. Dieser war Mitte der Neunziger Jahre verantwortlich für den Zusammenbruch der Barings Bank und den folgenden, bis dahin größten Finanzskandal weltweit.
Die Leinwand ist ca. 50 x 50 Zentimeter groß und gemalt wurde darauf mit Acrylfarben.
Das hier zur Versteigerung kommende Bild des Malers Brain Witzmann, ist aus seiner Serie "Fahndungsgemälde". Diese Serie umfaßt Gemälde von EC-Karten Betrügern bis hin zu dem für die derzeitige weltweite Finanzkrise mitverantwortlichen Finanzmakler Bernie Madoff. Mit dem Erlös der anderen verkauften Bilder dieser Serie wird der Verein 'Weißer Ring' unterstützt.
Nähere Informationen zu der Serie und der laufenden Ausstellung bekommen sie auf der Seite www.dirty-protest.com oder auf Anfrage unter: redaktion@strassenfeger.org
Nach der erfolgreichen Ersteigerung und erfolgter Barzahlung, wird das Gemälde 'Nick Leeson' von Brain Witzmann in unseren Vereinsräumen persönlich übergeben. Ist es Ihnen lieber, dies anonym zu regeln, möchten wir Sie bitten sich im Vorfeld mit uns in Verbindung zu setzen.
Und HIER geht es zur Auktion
Schauen Sie auch gern einmal in unseren Blog bei My-Space
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Notübernachtung hat neue Treppe!
Liebe Spendende,
nachdem wir den Gemeinschaftsraum gefliest hatten, hatte uns die Bauwut gepackt. Was gab es noch zu richten? Oh ja, die Treppe zur Notübernachtung, eine steile Wendeltreppe, deren Stufen abgetreten und nicht mehr zumutbar waren. Während wir nun hin und her überlegten, wie wir das nötige Kleingeld zusammenbekommen könnten und ob eine weitere Aktion bei betterplace überhaupt erfolgsversprechend wäre - denn auch Sie, liebe Spendende, sind ja meist nicht in einen Geldtopf gefallen - machte uns eine Berliner Firma ganz ohne unser Zutun ein großzügiges Angebot.
Aufmerksam geworden war diese Firma auf uns durch betterplace und das heisst vor allem auch auch: durch Ihr Engagement, das deutlich machte, wie viele Menschen strassenfeger/mob e.V. und unsere Arbeit unterstützenswert finden.
Dank der großzügigen Hilfe von Immobilienscout haben wir nun das nötige Geld zusammen. Die Treppe ist schon in Arbeit, Photos folgen in Kürze auf Betterplace unter den obigen Links.
Unser herzlicher Dank geht an Sie alle - Imobilensout für die großzügige Spende, Sie die inidviduell Spendenden und auch Farbflut und die Community des Pennergame - die Sie die beiden Projekte "Fliesen für den Gemeinschaftsraum" und "Notübernachtung benötigt neue Treppe" mit Ihrer finanzielle und ideellen Hilfe begleitet und unterstützt haben.
Wir wünschen Ihnen allen eine entspannte Weihnachtszeit und ein wunderschönes neues Jahr!
Ihr strassenfeger/mob e.V. Team
Wir danken ganz herzlich!! Alle weiteren Details und Bilder finden Sie unter Betterplace: mob e.V. Notübernachtung benötigt neue Treppe und mob e.V. bei betterplace
Artikel über mob e.V./ strassen|feger im Neuen Deutschland
Ein Hafen für Notleidende Der »Strassenfeger« ist mehr als eine Zeitung / Eine Stiftung soll Hilfsmöglichkeiten verbessern
Zum Artikel gehts hier
Hartz-IV-Ratgeber online!
Der neue Hartz-IV-/ALG-II-Ratgeber steht nun auf unserer Ratgeberseite für Sie bereit. Einfach auf „Ratgeber” klicken und schon sind Sie da.
Ihr Team strassen|feger/mob e.V.
Gemeinschaftsraum obdachloser Menschen:
Spendenaktion bei www.betterplace.org brachte in Verbindung mit dem großartigen Engagement der Spieler_innencommunity des Pennergames und der Firma Farbflut die benötigten 5000,- Euro zusammen.
Herzlichen Dank für die Spendenflut an Farbflut und an alle Spenderinnen und Spender!
Alle Mitarbeiter_innen von strassenfeger/mob e.V. und alle unsere armen und obdachlosen Nutznießer_innen des in Kürze neugestalteten Gemeinschaftsraums freuen sich wie die Schneekönige über das großartige Spendenengagement der Besucher_innen von betterplace und der Spieler_innen des Pennergames.
Nach nur zwei Monaten ist die notwendige Summe von 5000,- Euro zusammengekommen! Herzlichen, herzlichen Dank! Das hätten wir in einer so kurzen Zeit allein mit unserem Projekt auf betterplace niemals geschafft.
Dieses Engagement zeigt uns deutlich, dass das Spielen des Pennergames – anders als in einem weiten Teil der Presse dargestellt – eben doch die Beschäftigung mit dem Thema Obdachlosigkeit auf eine positive Weise fördert und fördern kann. Der „Gemeinschaftsraum für obdachlose Menschen“ wird durch dieses Engagement einen schön gefliesten Boden und gemütliche neue Tische und Stühl erhalten. Obdachlose und arme Menschen, die in unserer Notunterkunft Unterschlupf finden, die im Kaffee Bankrott essen oder die den strassenfeger verkaufen, werden ihren Aufenthalt bei uns somit in ein wenig mehr Glanz als bisher genießen können – und das ist schön. Denn es steigert den Respekt für einen selbst, gerade wenn man wenig oder nichts besitzt.
Unser besonderer Dank geht an die Firma Farbflut, die sich mit dem Vorschlag an uns gewandt hat, ein Projekt auf betterplace einzustellen, und uns damit auch eine neue Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit erschlossen hat. Denn mit Hilfe von Farbflut kam so nicht nur dringend benötigtes Geld zusammen: Eine ganze Spieler_innencommunity erfährt durch diese von Farbflut angeregten und unterstützten Aktionen von uns und den vielen anderen Projekten, die sich für arme und obdachlose Menschen einsetzen, und schärft die eigene Wahrnehmung für die an den Rand gedrängten Probleme unserer Gesellschaft. Etwas Besseres können wir uns nicht wünschen.
Euer/Ihr strassenfeger/mob e.V. Team
und alle Nutznießer_innen des neuen Gemeinschaftsraums
3. strassenfeger Pressefest und eine Spendenaktion auf www.betterplace.org
PRESSEMITTEILUNG
mob – obdachlose machen mobil e.V. wird 15 Jahre jung
3. Pressefest strassenfeger am 5. September auf dem Helmholtzplatz
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse übernimmt Schirmherrschaft
Man glaubt es kaum: mob e.V. wird in diesem Jahr 15 Jahre alt. Einerseits könnte man dazu sagen: „Hurra, wir leben noch!” Andererseits: „Warum auch nicht?” Obdachlosigkeit und Armut sind im reichen Deutschland und auch speziell in dessen Hauptstadt Berlin nach wie vor ein brennendes soziales Problem. Und mit der Einführung von ALG II (Hartz IV) ist die Zahl der Armen in unserem Land deutlich gestiegen. Das sind die nackten Tatsachen, die die Arbeit unseres Vereins so wichtig machen, auch nach 15 Jahren. Die Arbeit war nicht immer leicht, es gab und gibt diverse Widerstände, unzählige Probleme. Aber bislang haben wir es immer geschafft, unsere anvisierten Ziele auch zu verwirklichen. Wir sind uns sicher, dass es uns auch in fünf, zehn oder 15 Jahren noch geben wird. Dafür arbeiten wir bei mob e.V. jeden Tag hart und beharrlich. Unser Dank gilt an dieser Stelle all unseren ehrenamtlichen Mitarbeitern, Unterstützern und Helfern!
Mit dem Verein mob - obdachlose machen mobil e. V. bzw. dem strassenfeger ist eine Grundüberzeugung verbunden: Obdachlose können sich selber helfen. Der Verein und seine Zeitung strassenfeger bieten nichts anderes als Hilfe zur Selbsthilfe. Das bedeutet konkret: Der Verein will allgemein auf das Problem der Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot aufmerksam machen; in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht aufklärend auf die Bevölkerung einwirken und eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wohnungslosen und Nicht-Wohnungslosen ermöglichen, unterstützen und kritisch begleiten. Wir wollen die Lebensumstände von gesellschaftlich Benachteiligten und Ausgegrenzten, insbesondere von Obdachlosen bzw. von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen, verbessern. Ihnen soll ermöglicht werden, sich für ihre eigenen Belange und Interessen einzusetzen, eigenverantwortlich Initiativen und Projekte aufzubauen und durchzuführen und so selbst eine Veränderung und Verbesserung ihrer Lebenslage herbeizuführen.
Der strassenfeger ist ein soziales Projekt. Monat für Monat werden Zehntausende von Zeitungen umgesetzt, deren Erlös unmittelbar den Verkäufern zugute kommt. Obdachlose und arme Menschen können selbst entscheiden, was sie mit dem verdienten Geld anfangen. Entscheidend für den Erfolg des Projekts ist die Qualität der Zeitung. Unsere Zeitung ergreift entschieden Partei für Arme, Ausgegrenzte und Obdachlose. Wir haben keine Scheu, Missstände sowie Konflikte offen in der Zeitung zu benennen und uns auch selbst der Kritik zu stellen. Wir werden mit dem Erreichten nie zufrieden sein: Die soziale Absicherung der obdachlosen Verkäufer muss noch entschieden verbessert werden.
Deshalb wollen wir ergänzend zu unserer Notübernachtung betreute Wohngemeinschaften mit finanzierbaren Mietverträgen schaffen. Aus diesem Grund haben wir beschlossen, einen Freundeskreis des strassenfeger/mob e.V. ins Leben zu rufen und die Stiftung „Ein Dach über dem Kopf” zu gründen. Im Rahmen dieser Stiftung wollen wir betreutes Wohnen anbieten für Menschen, die sich in unserer Notübernachtung stabilisiert haben und schrittweise wieder an das Leben in einer eigenen Wohnung herangeführt werden möchten. Sehr wichtig dabei sind uns Frauen und ältere Obdachlose. Gerade für diese Menschen ist das Leben auf der Straße äußerst schwer zu bewältigen. Stellen Sie sich vor, Sie sind 65 Jahre alt und müssen in einem alten Schlafsack auf einem U-Bahn-Schacht schlafen!
Um diese Idee in die Herzen der Menschen zu transportieren und Ihnen die Möglichkeit zu geben, uns näher kennenzulernen, veranstalten wir nun unser drittes strassenfeger-Pressefest. Wir möchten diese Veranstaltung nutzen, um uns als Verein und mit dem strassenfeger einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir werden dabei unsere Arbeit bzw. unsere Projekte vorstellen. Dazu zählen neben dem Straßenzeitungsprojekt auch die Notübernachtung, das Kaffee Bankrott, das Trödelprojekt und die kostenlosen Beratungen zu Hartz IV und zu Rechtsfragen.
Wir hoffen, dass der Rückhalt in der Bevölkerung, in Politik, Wirtschaft und Kultur bezüglich unseres Engagements wächst.
Und wir wollen auch feiern! Am 5. September ab 10 Uhr steigt das 3. Pressefest des strassenfeger auf dem Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg. Gefeiert wird bis 22 Uhr abends. Auf dem Programm steht ein umfangreiches musikalisches Angebot: Mit von der Partie sind u.a. die Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot, Vaile, Andre Herzberg, Gitarre Moabit, Christo P., Suboptimal, OnThePorch, ratlos, Axel Herrig. Die BVG schickt uns zum Fest ihren großen Showbus, den gelben Cabrio-Doppeldecker. Alle Musiker treten unentgeltlich auf. Auf dem Gelände von „Kiezkind“ bieten wir in enger Zusammenarbeit mit dem Partnerverein „Pfeffersport“ ein buntes Kinderprogramm mit großer Hüpfburg, Schwungtuchspielen, Rasenhockey, Trampolin, Minibasketball und Torwandschiessen, das von den Pfeffersport-ÜbungsleiterInnen fachkundig betreut wird. Außerdem präsentieren sich alle Projekte des Vereins – darunter die Notübernachtung, der Treffpunkt „Kaffee Bankrott“, der strassenfeger, das strassenfeger-radio, das Trödelprojekt sowie die kostenlose Hartz-IV-Beratung und die Rechtsberatung an Infoständen. Mit dabei sind u.a. auch die Berliner Tafel, der Radiosender ALEX (ehemals Offener Kanal Berlin). Für das leibliche Wohl sorgen die Mitarbeiter des „Kaffee Bankrott“, die Kaffee und Kuchen, Steaks und Würste vom Grill sowie Erfrischungsgetränke und Bier anbieten.
Für Rückfragen und Interviews stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand
mob - obdachlose machen mobil e. V.
Dr. Dan-Christian Ghattas, Lothar Markwardt und Andreas Düllick
Der Gemeinschaftsraum obdachloser Menschen braucht einen Fußboden! Helfen Sie mit!
Wir möchten den 80 m2 großen Fußboden fliesen. Damit der Boden der Belastung durch unsere zahlreichen Besucherinnen und Besucher standhält, benötigen wir dafür Fliesen mit hohem Abriebgrad. Dazu kommen Ausgleichsmasse und Fußbodenleisten.
Zusammen 3200,- Euro. Das heißt: Mit nur 40,- Euro können wir einen Quadratmeter fliesen. Weitere 1800,- Euro benötigen wir als Zuschuss für die Ausstattung des Gemeinschaftsraums mit neuen Stühlen und Tischen. Das alte zusammengestückelte Mobiliar ist nicht nur im Zerfall begriffen, sondern auch äußerst ungemütlich.
Gerade für Menschen, die sich am Rand der Gesellschaft befinden, ist die Wertschätzung, die ihnen durch ein gewisses Maß an Heimeligkeit entgegengebracht wird, erfahrungsgemäß nicht mit Gold aufzuwiegen. Angedacht sind 10 bis 12 Tische und 40 bis 50 Stühle.
Spenden Sie bitte mit! Auf betterplace. Einfach etwas weiter unten auf den Button klicken und Sie werden weitergeleitet.
Für projektungebundene Spenden können Sie online auch das Spendenportal nutzen.
Mit herzlichem Dank!
Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von mob e.V.